Vorwort zur Veranstaltung am 20. März 2013

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Moderator - 20. März 2013
Referent - 20. März 2013

Auf Sterben und Tod läuft jedes Leben hinaus und das „memento mori“ bewegt uns alle. Von der Antike bis heute sind Sterben und Tod Themen der bildenden Kunst und der Literatur. Ihre Zahl ist Legion, ihre Qualität abhängig vom Können der Künstler. Johannes von Saatz schuf bereits um 1400 mit dem „Ackermann von Böhmen“ eine Prosadichtung, wie sie später der Humanismus nicht wieder erreichte. Viele Dichter griffen den Sterbeprozess und die damit verbundenen existentiellen Fragen menschlichen Seins in ihren Werken auf: A. Schnitzler in „Sterben“, Tolstoj in „Der Tod des Iwan Iljitsch“, oder Camus in „Die Pest“.

 Viele lyrische Werke gewähren Einblick in das Ringen während des Sterbeprozesses. Gleiches ist in eindrucksvollen „Bild“-Werken ablesbar. An Hand einiger Beispiele, die bildende Kunst und Literatur miteinander verknüpfen, wird deutlich, dass, Rilke folgend, „jeder seinen eignen Tod“ findet: Der Gottgläubige ebenso wie der, der ohne Gott lebt. Für beide ein nicht immer leichtes Unterfangen, immer aber die letzte große, die größte Herausforderung eines gelungenen oder gescheiterten, jedoch nie sinnlosen Lebens.

 

Prof. Dr. med. Th. Junginger

Prof. Dr. W. A. Nix, Direktor der Akademie für ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz

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