Vorwort zur Veranstaltung am 4. Mai 2011

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Moderator - 4. Mai 2011
Referentin - 4. Mai 2011

Eigentlich gibt es „die islamische Familie“ genauso wenig wie „die westliche Medizin“. Trotzdem fordern diese Begriffe immer wieder kontroverse Diskussionen heraus. Was also sind die Situationen, in denen sich unterschiedliche Lebensauffassungen reiben und was wissen wir von ihnen? Frau Dr. Necla Kelek ist Muslimin, entstammt einer türkischen Familie und hat auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben Entfremdungen mit der eigenen Kultur erlebt. Ihren Erfahrungen nach lassen sich westliche und islamische Wertvorstellungen nur schwer miteinander vereinbaren.

Frau Dr. Kelek hat viele Frauen mit Migrationshintergrund bei Arztbesuchen begleitet und kann zur soziomedizinischen Problematik von Zwangsheirat, Geburtenregelung und der Enge authentisch berichten, die Mädchen, Jungen und Frauen in traditionellen Familien auf dem Weg in hiesige Lebensformen erleben. Ihr geht es darum, die kulturellen Unterschiede aufzeigen, aus denen die Spannungen erwachsen, die unsere aktuelle gesellschaftspolitische Diskussion antreiben. Necla Keleks Thesen sind nicht unumstritten. Sie tragen jedoch dazu bei, andere Kulturen besser zu verstehen und Denkanstöße zu geben. Das ist das Ziel unserer Veranstaltung.

Prof. Dr. med. Th. Junginger

Prof. Dr. W. A. Nix, Direktor der Akademie für ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz

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